Wirtschaftsweise

Weinberg

“Mit der Natur Zusammenarbeiten”

Schon vor 40 Jahren haben wir uns aus verschiedensten Gründen gegen den konventionellen Weinbau entschieden. In dieser Zeit waren die Vorgehensweisen des ökologischen Weinbaus noch kaum erarbeitet. Doch es war spannend bei diesem Prozess leidenschaftlich mitzuwirken.

Das wichtigste Ziel war schon damals einen intakten, natürlichen Kreislauf im Weinberg zu erhalten. So können die besten Voraussetzungen für gesunde, aromareiche Trauben geschaffen werden, aus welchen im Weinkeller ein hochwertiger Wein entstehen kann. Ausgangspunkt für ein stabiles Ökosystem „Weinberg“ ist eine schonende Bodenbewirtschaftung. Die Aussaat verschiedenster Wildpflanzen lockert den Boden, hilft Nährstoffe verfügbar zu machen und lockt drüber hinaus zahlreiche Nützlinge an. Die  Querverbauung der verschiedenen Wurzeln wirkt Verdichtungen, Setzungen und Auswaschungen im Boden  entgegen.

 

“Genialität der Natur”

Ist der Weinberg im biologischen Gleichgewicht, besitzen seine Reben von Natur aus eine starke Wiederstandskraft gegen Krankheiten, Schädlinge und Pilzbefall. Eine lebendige Erde ist zudem Garant für natürliche Fruchtbarkeit, Wasserspeicherfähigkeit und gesunde Kulturpflanzen. Nach und nach kommt die Genialität der sich selbst regulierenden Natur immer stärker zum Tragen.

Eine Ausgewogenheit zwischen Nützlingen und Schädlingen pendelt sich ein. Wir müssen seit 40 Jahren keine Schädlingsbekämpfung mehr betreiben. Auch schwierigen Klimabedingungen können die gesunden Rebstöcke besser trotzen. Die Handarbeit und vorsorgliche Pflege wirkt somit vorbeugend und qualitätssteigernd.

Zugegeben: Diese Art des Weinbaus ist sehr arbeitsintensiv, aber sie schafft ein Gefühl hoher Identität und eine ganz besondere Nähe zum Produkt Wein.

Ökologie und Qualität

„Der Wein wächst im Weinberg“,

Dieser Philosophieansatz wird von vielen guten Winzern und Sommeliers bestätigt. Da wir alles von Hand lesen, ist eine genaue Qualitätskontrolle während der Ernte möglich. Nur gesunde und vollreife Trauben werden für die Weiterverarbeitung am Hof geerntet. Um diese Traubenqualität sicherzustellen, ist Juniorchef Michael während der Lese den ganzen Tag im Weinberg. Die natürlichen Wachstums- und Reifephasen respektierend lesen wir gegebenenfalls sogar mehrmals einen Weingarten.

 

“Schonende Weiterverarbeitung”

Wie der Boden im Weinberg, werden Beeren und Stiele der Trauben maximal geschont, um keine unangenehmen Gerbstoffe zu extrahieren. So werden die Trauben, welche fast unverletzt im Betrieb ankommen, möglichst schonend und Lesegut spezifisch weiterverarbeitet. Darum werden die Trauben mit einem Förderband statt einer Pumpe in die moderne und exakt programmierbare Presse befördert. Der Saft fließt schließlich ebenfalls ohne aufwirbelnden Pumpendruck, rein von der natürlichen Gravitationskraft angetrieben in unseren Erdkeller.

 

 

Keller

 
“Ein Ort der Schätze wahr werden lässt”

Unser Bestreben ist es den Naturschatz „Weinberg“ möglichst unverfälscht zu einem hochwertigen Wein reifen zu lassen. Wir akzeptieren die Qualitäten eines Jahrgangs so wie sie sind und die Weine bekommen die Zeit, die sie brauchen, um zu reifen und sich zu entwickeln. Aber wie sich immer wieder zeigt, wird diese Geduld belohnt. Von Jahr zu Jahr entstehen unverwechselbare individuelle Tropfen. Weinpersöhnlichkeiten, die etwas zu erzählen haben.