Demeter

Der biologisch- dynamische Weinbau geht, ebenso wie die biologisch- dynamische Landwirtschaft insgesamt, auf die Ideen des Anthroposophen Rudolf Steiner zurück. Grundlage der Bewirtschaftung ist es, aus dem Gedanken des Kreislaufs heraus den landwirtschaftlichen Betrieb als Organismus zu sehen. Damit ist nicht nur der Verzicht auf Pestizide und chemische Pflanzenschutzmittel verbunden. Vielmehr ist der Einsatz von biodynamischen Präparaten erforderlich, um die Vitalität der Pflanzen zu unterstützen.

So verbessert das Hornkiesel-Präparat beispielsweise die Pflanzenqualität in Bezug auf Reife und Aroma. Ein weiteres markantes Präparat ist der Hornmist, der nachweisbar das Bodenleben fördert. Zusätzlich sorgen betriebseigener Kompost und Kräuterpräparate – etwa aus Schachtelhalm , Brennnesseln, Löwenzahn, Kamille, Schafgarbe, Eichenrinde und Baldrian – für „lebendigen Dünger”. Sie werden zur Abwehr gegen Pilzinfektionen eingesetzt.

Bei der Ausbringung der Präparate und vielen anderen Arbeiten richten sich biodynamisch arbeitende Winzer nach den natürlichen Rhythmen wie dem Lauf der Sonne und des Mondes. So werden beispielsweise Wachstumsprozesse eher bei Vollmond stimuliert, Reife- und Qualitätsprozesse bei Neumond.

Die biodynamische Wirtschaftsweise trägt dazu bei, das Terroir im Wein geschmacklich voll erlebbar zu machen. Der bekannte französische Demeter-Winzer Nicolas Joly bringt es auf den Punkt: “Qualität entsteht im Weinberg, in der Hinwendung zur Natur”. Das hat sich herumgesprochen: Weinkritiker loben die komplexen biodynamischen Weine, Winzerseminare zu biodynamischen Themen sind gut besucht, immer mehr Winzer schließen sich Demeter an.